Ressourcen und Stabilisierung

Ressourcen und Stabilisierung


Sich mit den inneren und äußeren Kraftquellen verbinden


Ressourcenorientierung und Stabilisierung sind besonders am Anfang und immer wieder sehr wichtige Tools in der Therapie. “Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge, Wertschätzung der eigenen Stärken und Ressourcen, das Fertigkeitentraining sowie mentales Training können dabei helfen, sich soweit zu stabilisieren, dass eine Realisation, Artikulation und Bearbeitung des “Schweren” möglich und etwas leichter wird. Ein stabiles Gegengewicht zu den traumatischen Erinnerungen zu schaffen ist eines der wesentlichen Ziele in der ressourcenorientierten Traumatherapie.”  (Zitat Vera Dreher”)

Dafür ist es hilfreich, Achtsamkeit zu entwickeln, gegenüber den eigenen Gedanken und Gefühlen. “Jeder Gedanke ist eine mentale Handlung.” Um darüber  mehr Handlungsfähigkeit zu gewinnen, leichter Emotionen und Bedürfnisse wahrzunehmen, Emotionen besser zu regulieren oder Distanz zu gewinnen und Trigger zu erkennen und damit umzugehen. Gefühlen der eigenen Verletzlichkeit und Bedürftigkeit selbst die Aufmerksamkeit und Zuwendung zu geben, die sie benötigen. Damit richtet sich der Fokus und die Erwartung vom Außen und anderen Personen nach Innen und auf Eigenermächtigung.

 


Imaginationstechniken

Imaginationsfähigkeiten beeinhalten unsere geistige Vorstellungskraft. Wir können diese Vorstellungskraft gezielt einsetzen als positive Imaginationen, um zu den erlebten Belastungen ein Gegengewicht zu entwickeln. Für unser Gehirn macht es keinen Unterschied, ob wir uns etwas im Geiste vorstellen oder tatsächlich physisch handeln. Beides verknüpft dementsprechende neuronale Verbindungen im Gehirn. Darüber wird es möglich, in einen guten stabilen Kontakt mit unseren Gefühlen und Körperempfindungen zu kommen. Um dann auch in Kontakt mit belastenden Gefühlen zu gehen.

Eine mögliche Imaginationsübung ist das Einrichten des inneren sicheren Ortes, an dem man sich geschützt fühlt und im Inneren auftanken kann, je nach dem was grade benötigt wird. Dort kann ich alles Schöne einrichten was ich mag und mir guttut, als eine Art innere Kraftquelle. Von dort aus kann ich mich dann auch schwierigen Themen oder Emotionen zuwenden.



Ressourcen sind Mittel, die uns in belastenden Zeiten helfen wieder handlungsfähig zu werden, unsere Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen. Indem wir die Aufmerksamkeit oder den Fokus bewußt auf Positives/Schönes richten und uns damit verbinden, vergrößert sich dieser Bereich und wir stabilisieren uns.

Mögliche innere Ressourcen und Kraftquellen:

Meditation/ Atemübungen

Body Scan

Selbsthypnose & Hypnose

mentales Training/Achtsamkeitstraining

 

Mögliche äussere Kraftquellen:

Stabile nährende Beziehungen, ein geliebtes Haustier, Natur und Bewegung, gutes Essen, Tanzen, Musik, Kochen, alles wo man für sich Kraft, Ruhe, Bestätigung und Halt findet und wo man auftanken kann.  Yoga/Pilates, Kampfkunst, Tagebuch schreiben. Sich bewußt Auszeiten/Pausen nehmen und die Aufmerksamkeit nach Innen richten und liebevoll sich selbst zuwenden.

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